Was kann schon schief gehen?

Was kann schon schief gehen?

Wir möchten euch Zwei unserer Pannen auf unseren Reisen nicht vorenthalten:

Zelturlaub auf Texel

Ein idyllischer Urlaub auf Texel ist geplant. Wir haben uns extra ein großes Zelt gekauft, in dem wir auch stehen können. Kostenpunkt ca. 300.-€. Da wir zum ersten Mal intensiv Campen fehlt uns noch das eine oder andere, Campingkocher, Campinggeschirr etc. Endlich ist es soweit. Das Auto ist voll beladen und die 4 Stunden lange Fahrt nach Texel beginnt. Das Wetter ist sonnig, es ist windstill. Die Fahrt verläuft ereignislos, wir freuen uns auf entspannte 10 Tage Campingurlaub in den Sommerferien. Auf der Insel angekommen finden wir leicht den Campingplatz. Patrick geht zur Anmeldung und er meldet uns an. Die Dame von der Anmeldung schlägt vor das Zelt schnell aufzubauen da sich wohl ein Sturm nähert.

Wir fahren zu unserer Campingzelle und fangen an das Zelt aufzubauen. Fast direkt am Meer. Auf einmal ändert sich das Wetter dramatisch. Es fängt an wie aus Eimern zu regnen, die Windstärke nimmt rasant zu. In Panik bringen wir schnell schwere Sachen ins Zelt damit es nicht wegfliegt. Anschließend stehen wir im halb aufgebauten Zelt und halten die Stangen fest. Auf einmal hören wir ein lautes Geräusch. Die Zeltplane ist durchgerissen und im Zelt klafft ein Riesenloch. Schnell werfen wir die nassen Sachen und das Zelt in den Kofferraum. Wir fahren zur Anmeldung und berichten von unserer Misäre, die Damen dort reagieren unbeeindruckt und erzählen uns, dass so ein Wetter schon einmal vorkommt. Der Wind zerrt an der Rezeption, überall hört man Knacken und Dröhnen. Doch die Damen sind tiefenentspannt. Wir bekommen einen Gutschein für die verbleibenden Campingtage und man wünscht uns noch einen schönen Tag.

Als Patrick wieder zum Auto läuft sieht er einen Rettungswagen der auf den Campingplatz fährt. Es scheint Verletzte zu geben. Wir sitzen beide im, vom Wind schaukelnden, Auto. Was nun? Wir machen uns auf den Weg zur Touristeninformation. Auf Englisch erzähle ich dort von unserer Lage. Doch es gibt keine Möglichkeit woanders zu übernachten, die Insel ist ausgebucht. Schweren Herzens fahren wir schnell in Richtung Fähre, die hoffentlich noch fährt. Wir richten uns innerlich schon auf eine Nacht bei Sturm im Auto ein. Auf dem Weg zum Schiff begegnet uns eine Familie mit kleinen Kindern die im Regen und Sturm mit ihren Fahrrädern Schutz suchen. Sie sind wohl auch vom Wetter überrascht worden. Am Hafen herrscht große Erleichterung, wir sehen Autos die gerade auf die Fähre fahren. Wir eilen schnell hinterher. Auf der Fähre angekommen darf keiner von uns nach draußen, man teilt uns mit das dies die letzte Fähre ist die heute fahren wird. Auf der Fähre entscheiden wir uns dafür wieder nach Hause zu fahren.

Am Festland angekommen tobt der Sturm weiter. Die Straße am Eiselmeer ist gesperrt. Tote Möwen und umgekippte Bäume säumen unseren Weg. Es gibt keine andere Möglichkeit, als über Amsterdam nach Hause zu fahren. Nach weiteren 5 Stunden stockender Fahrt kommen wir erschöpft zu Hause an. Das ganze Auto ist von Innen durch die feuchten Sachen nass. Erschöpft räumen wir das Auto aus und fallen in unser Bett. Am Abend lesen wir das es sogar Tote in den Niederlanden gegeben hat. Seit dem hat sich das Thema Zelten für uns erledigt.

Der Schein trügt…
Rückfahrt mit Hindernissen…

Fliegen mit Zwei Vornamen

Türkei? Istanbul? Warum eigentlich nicht? Aus einer Sektlaune heraus buchen wir Flüge für Istanbul. Ein paar Tage später gibt es einen Anschlag in Istanbul. Da wir nicht wissen wie sich die Lage weiter entwickelt entscheiden wir uns dafür woanders hinzufliegen. Wir rufen bei der Fluggesellschaft an. Umbuchen sei nicht möglich, aber wir könnten ja von Istanbul aus woanders hinfliegen. Nach einer kurzen Überlegung entscheiden wir uns dazu von Düsseldorf über Istanbul nach Malta zu fliegen. Wir rufen erneut bei der Fluggesellschaft an und teilen unsere Wünsche mit. Erschrocken stellt die Dame am Telefon fest das Patrick nicht seinen Zweitnamen bei der Buchung eingegeben hat. Die Änderung im Systsem sei so ohne weiteres nicht möglich. Was nun? Patrick soll mit seinem Reisepass zum nächsten Flughafen fahren, dort könne man eine Notiz mit seinem Zweitnamen in der Buchung hinterlegen. Oder einfach neu buchen und den vollen Preis erneut bezahlen.

Am nächsten Samstag fuhren wir zum Flughafen. Die Notiz mit dem Zweitnamen wurde im System hinterlegt. Bis nach Istanbul kämen wir wahrscheinlich, aber ob der Weiterflug nach Malta möglich sei konnte man uns nicht sagen. Einige Zeit später ist es soweit, wir checken am Flughafen in Düsseldorf ein. Bis zum Sicherheitscheck gibt es keine Probleme. Dann wird Patrick ausgerufen. Er soll sofort zum Schalter der Airline kommen. Nach einer hastigen Sicherheitsüberprüfung stehen wir am Schalter der Fluggesellschaft. Dort wird uns das Gleiche erklärt. Nach Istanbul kämen wir, nur ob der Weiterflug möglich ist wird vor Ort entschieden. Patrick sucht online vorsorglich nach einem Hotel in Istanbul, denn es gibt pro Tag nur eine Flugverbindung von Istanbul nach Malta. Laura würde dann schon mal alleine nach Malta fliegen.

In Istanbul angekommen erklärt man uns das es überhaupt kein Problem sei das der Zweitname nicht eingetragen ist, und wir natürlich problemlos nach Malta fliegen könnten. Der Mitarbeiter der Fluggesellschaft wirkte sehr verwundert. Zu unserer Verwunderung verlief der Rückflug ebenfalls ohne Probleme. Wir kamen uns schon etwas veräppelt vor.

Wie weit wir wohl kommen?

Welche Pannen habt ihr schon auf euren Reisen erlebt? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

16 Gedanken zu „Was kann schon schief gehen?

  1. omg voll dramatisch!! Gottseidank ist euch nichts passiert 🙂 Pannen auf Reisen sind nie schön. Mit Thomas gemeinsam hatte ich noch keine wirklichen Pannen, außer Vollmond bei unseren ersten Nordlichtertouren, oder massig Seegras in Mexiko (das wunderbare Meer war eher braun – in der 2. Woche war es dann besser)… mich wollten sie mit 19 mal nicht in New York einreisen lassen, weil ich die Adresse nicht wusste, aber alles gut ausgegangen 🙂
    Liebe Grüße Ines

    1. Hallo Ines, vielen Dank für deine Einsicht in eure Pannen. Die Einreise in die USA ist immer spannend ob es klappt… 😉 ToiToiToi und allzeit gute Reise!

  2. Sowas ähnliches hatte ich beim Zelten auch schon. Als Orkan Wilma tobte saß ich am Bodensee auch im Zelt und versuchte seinen Abflug zu verhindern.. Als sich alles beruhigt hatte und ich wagte den Kopf wieder rauszustecken waren rundherum die Bäume umgeknickt und hatten die Wohnwagen neben mir zu Kleinholz geschlagen. Oder 2005 als wieder ein Unwetter das Campingelände vom Bang Your Head Festival verwüstete… ungefähr das gleiche Spiel. Nur da waren neben übermässigen Adrenalin noch 2 Promille im Blut. Lustig auch, dass es da viele Verletzungen durch Verätzungen gab.. passiert wenn man sich in Dixieklos flüchtet und die dann Salto schlagen ? Ein ähnliches Problem mit Namen bei Flugtickets hat Silvi immer mit ihrem Nachnamen. Ein „Ö“ gibt’s eben nicht überall und da gibt’s schon mal Ärger bei der Einreisen ?

    1. Oh oh oh. Das klingt auch nach Abenteuerzelten! Schon gewaltig was die Natur für Kräfte entwickeln kann… Vielen Dank für euer Kommentar!

  3. Also das ist ja ein Scherz, mit dem Zweitnamen 😀
    Wie komisch ist das denn bitte? Freunde von mir lassen die Akzente auf ihren Namen regelmäßig weg, weil das von vielen Systemen gar nicht richtig angezeigt wird – und da gab es noch nie Probleme 😀
    Liebe Grüße,
    Kathi

    1. Das ist uns vorher auch noch nicht passiert. Aber es bleibt jetzt im Kopf durch diese Aktion. 😉 Danke für dein Feedback, liebe Grüße zurück!

  4. Die erste Geschichte ist echt krass, gut dass ihr noch die Fähre erwischt habt. Und die 2. Geschichte ist wieder typisch deutsche Bürokratie.
    Das schlimmste was uns bislang passiert ist, dass mein Freund seinen Führerschein vergessen hat und ich auf Kuba mit dem chines. Mietwagen fahren musste. Ich, die Auto fahren hasst und seit 2 Jahren nicht mehr gefahren ist und dann war das Auto auch noch total schrottig. Aber wer braucht schon nen Tacho, wenn die Straßen so schlecht sind, dass man eh nur 20 kmh fahren kann. Und die Motorkontrolllampe muss in chines. Autos immer brennen, hab ich mir sagen lassen. ? Das wurde nur noch von der Nacht am Moskauer Flughafen übertroffen. Ansonsten gehts eigentlich mit der Pannenbilanz – ich bin aber auch ein kleiner Freak und habe immer noch Plan B,C und D.

    LG Myriam

    1. Guten Morgen, das klingt ja nach einer krassen Abenteuerfahrt! Es ist immer gut mehrere Pläne zu haben. 😉 Gruß Patrick und Laura!

  5. Oha! Eure Zeltgeschichte klingt ja echt schlimm!
    Mir hat das Wetter auch mal ein Zelt zerrockt. Das war ein Unwetter in Norditalien. Wir hatten damals jedoch echt Glück und konnten in ein kleines Bungalow umziehen. Das war nur unwesentlich teurer als der Zeitplatz, dafür viel gemütlicher. – Und seitdem war ich auch nie wieder zelten. 😉
    Liebe Grüße,
    Sarah Maria

    1. Hallo Sarah Maria, Zelten ist schon irgendwie gefährlich. Gut das uns allen nichts passiert ist. Vielen Dank für deine kleine „Was kann schon schief gehen.“ Geschichte. Gruß Patrick und Laura!

  6. Ja, Pannen beim Zelten kenne ich auch aus vergangener Zeit, ist halt ein abenteuerlicher, niemals planbarer Urlaub. Wir sind dann aufs Wohnmobil umgestiegen, hat doch etwas mehr Komfort.
    Ich freue mich, dass euch nichts passiert ist.
    Liebe Grüße
    Sigrid

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