Mit dem Auto zum Nordkap

Mit dem Auto zum Nordkap

Tag 1 – Osnabrück -> Kolding

Um 17 Uhr fahren wir los. Das Auto ist voll mit Kleidung, Reiseausrüstung und Nahrungsmitteln für die nächsten 3 Wochen. Ein seltsames Gefühl liegt uns im Magen. 24 Tage, 7200 Kilometer? Sind wir verrückt? Egal. Wir fahren einfach los. Die Strecke führt uns von Osnabrück über Hamburg weiter Richtung Norden bis nach Dänemark. Dafür das Ferienanfang ist kommen wir überraschend gut durch. Kurz nach Hamburg machen wir eine Rastpause und stellen uns darauf ein, dass wir in den nächsten 3 Wochen immer woanders Essen werden. Heute schlafen wir in Kolding, eine kleine Stadt in Dänemark, kurz vor den Brücken nach Schweden die wir morgen überqueren werden. Hier schlafen wir im Best Western Hotel, dass in einem Fachwerkhaus untergebracht ist.

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Ein nasser Start.
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Unser erstes Hotel

Tag 2 – Kolding – Göteborg

Heute fahren wir nach Göteborg, Schweden. Das Highlight der Strecke sind die beiden großen Brücken, die Schweden mit Dänemark verbindet. Für die Brücken muss eine Mautgebühr bezahlt werden, die an einem Terminal zu entrichten ist. Im Hostel angekommen packen wir aus. So habe ich mir ein Hostel immer vorgestellt. Klein, eng, aber dafür mit offenen Menschen. Anschließend erkunden wir einen großen Park, der direkt hinter dem Hostel liegt. Hier gibt es Spielplätze und Sportmöglichkeiten, ebenfalls einen kostenlosen Zoo, wo wir unseren ersten Elch sehen. Unser Magen knurrt, wir suchen traditionell wie auf jeder Reise nach dem Hard Rock Café der Stadt. Anschließend fallen wir in unserer Etagenbetten und schlafen sofort ein.

Die großen Brücken.
Die großen Brücken.
Bett beziehen im Hostel.
Bett beziehen im Hostel.
Kostenloser Tierpark.
Kostenloser Tierpark.

Tag 3 – Göteborg

Nach einer kurzen Nacht stehen wir auf und machen uns Frühstück in der Gemeinschaftsküche, wo schon reges Treiben herrscht. Gestärkt machen wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Zunächst verschlägt es uns an den Hafen der Stadt. Es scheint kaum einer unterwegs zu sein, wir begegnen nur wenigen Menschen. Eher zufällig finden wir eine große Gewächshausanlage, in der man die Gewächshäuser umsonst aufsuchen kann. Mittags landen wir in einer der großen Einkaufszentren der Stadt, hier ist schon mehr los als am Hafen. Wir besuchen die Statue von Gustav Adolf, dem Gründer von Göteborg. Auch hier ist es eher leer. Am Nachmittag machen wir eine Bootsrundfahrt durch die Stadt. Die Dame am Mikrofon gibt sich alle Mühe uns die Stadt auf Englisch und Schwedisch näher zu bringen. Am Abend essen wir im Hostel zu Abend, und fallen erschöpft in unsere Betten.

Ein Barbier in Göteborg.
Ein Barbier in Göteborg.
Feskekoerka, Fischhalle.
Feskekoerka, Fischhalle.
Die Kakteenmaschine.
Die Kakteenmaschine.
Eines der Gewächshäuser.
Eines der Gewächshäuser.

Tag 4 – Göteborg -> Dal

Am nächsten Morgen packen wir unsere Koffer und fahren in Richtung Oslo, welches in Norwegen liegt. Es ist stark bewölkt und wir hoffen, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen wird. In Oslo angekommen parken wir direkt in der City, das ist zwar teuer aber spart Zeit. Am Hafen angekommen beschließen wir zunächst mit einem Boot zu einer Museumsinsel zu fahren. Dort soll es ein Freilichtmuseum geben. Die Bootsfahrt ist lustig und dauert nicht lange. Auf der Insel angekommen laufen wir noch ca. 20 Minuten bis zum Eingang des Freilichtmuseums. Hier gibt es viel zu sehen, verschiedenste Häuser und Straßenzüge bringen einen die Geschichte von Schweden nahe. Wir ziehen durch das Museum, vorbei an alten Wohnhäusern, Geschäften und Apotheken. In den Häusern sind Angestellte des Museums in traditioneller Tracht, die das Leben von damals nachahmen und für Rückfragen parat stehen. Ebenfalls gab es eine Livedarbietung von traditionellen alten schwedischen Tänzen. Als wird aus dem Museum gehen und zurück zum Hafen der Insel laufen, fängt es an zu regnen. Wir setzen mit dem Boot rüber nach Oslo. Dort angekommen essen wir bei TGI Fridays, welches wir schon aus Dublin kennen, zu Mittag. Es hört nicht auf zu regnen, sodass wir leider nicht weiter die Stadt besichtigen können. Enttäuscht fahren wir weiter in Richtung Norden nach Dal, wo wir im Best Western Letho Hallen Hotel einchecken. Das Hotel heißt so, weil es direkt neben dem Hotel Veranstaltungshallen gibt. Kaputt von dem vielen Laufen und Fahren machen wir uns einen gemütlichen Nachmittag auf dem Hotelzimmer.

Antiker Laden.
Antiker Laden.
Antikes Wohnhaus.
Antikes Wohnhaus.
Antike Kirche.
Antike Kirche.
Unser Hotel.
Unser Hotel.

Tag 5 – Dal -> Trondheim

Wie immer laden wir morgens unsere Sachen ins Auto und fahren los. Ein Familienmitglied hat uns den Tipp gegeben, dass wir auf der Fahrt nach Trondheim unbedingt Halt in Lillehammer machen sollten. Dort haben einmal die Olympischen Winterspiele stattgefunden. Nachdem wir nach ein paar Stunden über kurvige Straßen und endlosen Tunneln in Lillehammer ankommen sind wir schon beim Parken beeindruckt. Hier steht eine große Skisprunganlage, auf die man auch mit einem Sessellift hochfahren kann. Einige Skispringer springen sogar von der Schanze auf Gummirasen. Der Zwischenstopp hat sich gelohnt! Nachdem wir mit dem Lift die Aussicht über das Tal bewundert haben, fahren wir weiter in Richtung Trondheim. In Trondheim angekommen checken wir erneut in ein Hostel ein, welches in den Wintermonaten als Quartier für Studenten dient. Die Einrichtung des Zimmers ist wie sollte es auch anders sein, größtenteils von Ikea… Nachdem wir ausgeladen haben, beginnen wir Trondheim zu besichtigen. Hier gibt es viele bunte Häuser. Die Einwohner der Stadt wirken ruhig und entspannt, hier geht es nicht hektisch zu. Nach dem Stadtrundgang entdecken wir an einem Hang einen Fahrradlift, der Radfahrer auf einen Berg hochzieht. Sowas haben wir auch noch nicht gesehen. Ebenfalls besuchen wir eine alte Burg mit toller Aussicht, bevor wir wieder im Hostel landen. Wie immer schlafen wir schnell ein, so langsam merkt man die Dimension der Reise.

Anfahrt nach Lillehammer.
Anfahrt nach Lillehammer.
Skischanze Lillehammer.
Skischanze Lillehammer.
Lillehammer von Oben.
Lillehammer von Oben.
Bunte Häuser in Trondheim.
Bunte Häuser in Trondheim.
Buntes Holztor in Trondheim.
Buntes Holztor in Trondheim.
Bücherangebot.
Bücherangebot.
Burg in Trondheim.
Burg in Trondheim.
Der Fahrradlift.
Der Fahrradlift.

Tag 6 – Trondheim -> Dorotea

Nach einer morgendlichen Autofahrt durch wunderschöne schwedische Landschaften, die wie gemalt wirken, schlafen wir heute in einer kleinen Wohneinheit auf einem Campingplatz in dem beschaulichen Ort Dorotea. Patrick ist schlecht, deswegen beschließen wir nach einem kurzen Spaziergang über die Campingplatzanlage heute früh schlafen zu gehen. Wir wollen am nächsten Morgen schließlich wieder gesund und munter weiter.

Anfahrt Dorothea.
Anfahrt Dorothea.
Campschild.
Campschild.
Die Rezeption.
Die Rezeption.
Der Campingplatz.
Der Campingplatz.

Tag 7 – Dorotea -> Kurravaara

Der Wecker klingelt. Patrick geht es Gott sei Dank wieder gut. Heute ist ein besonderer Tag. Auf der Hälfte der Strecke nach Kurravaara ist der Polarkreis. Am Polarkreis angekommen steigen wir aus, machen Fotos, holen uns eine Urkunde und sind sehr stolz soweit ohne Probleme gekommen zu sein. Ab hier wird es nun für uns erstmal nicht mehr dunkel. Wir setzen unsere Fahrt nach Kurravaara fort. Wie der Name des Ortes erahnen lässt, leben hier nicht sehr viele Menschen, immerhin gibt es einen kleinen Flughafen. Wir biegen von der Hauptstraße ab und landen auf einer huckeligen Schotterpiste, die uns nach ca. 15 Minuten fahrt mitten in der Wildnis in unser Camp führt. Hier gibt es verschiedene kleine Häuser zum Übernachten. Erfreulicherweise sind die Campbesitzer deutsche Auswanderer, die sich an diesem wilden Ort einen Lebenstraum erfüllt haben. Im Winter werden Schneetouren, Polarlichtersafaries und vieles mehr angeboten. Das Camp liegt an einem wunderschönen See. Hier ist es ruhig und die Zeit scheint still zu stehen. Gerne werden wir im Winter noch einmal wiederkommen. Nach einem kleine Schnack mit den Campleitern sinken wir erschöpft in unser Bett. Das Angebot der netten schwedischen Familien mit zu saunieren lehnen wir aus Erschöpfungsgründen dankend ab.

 

Am Polarkreis.
Am Polarkreis.
Eines der Häuser im Camp.
Eines der Häuser im Camp.

Tag 8 – Kurravaara -> Tromso

Am frühen Morgen kommen wir nicht weit. Patrick beschließt langsam über die hügeliege Schotterpiste zu fahren, damit die kleinen Steine nicht den Lack zerkratzen. Auf dem Hang kommen wir dank fehlender Geschwindigkeit nicht weiter hoch und rutschen ein Stück zurück, die Räder drehen durch. Patrick beschließt verschlafen, dass wir ein wenig rückwärts rollen sollten, natürlich ohne nach hinten zu schauen. Wie es kommen musste landen wir mit den linken Rädern im Graben. Wir steigen schnell aus und stehen erschrocken neben dem Auto. Dank der Hilfe vom Campleiter dem wir auf ewig Dankbar sein werden und dem ADAC können wir unsere Fahrt nach 2 Stunden unbeschadet fortsetzen. Ein Schock sitzt uns trotzdem in den Gliedern. Wäre das Auto in den Graben gefallen, hätte es das Ende der Reise bedeutet. Die restliche Fahrt nach Tromso verläuft ruhig, die Landschaft ist wunderschön. Am Abend angekommen checken wir in einem Hotel in der Innenstadt ein. Passenderweise hat unser Zimmer eine Kochnische, die wir zugleich für das Abendbrot benutzen. Erschöpft und erschrocken darüber wie schnell man im Graben landen kann schlafen wir schließlich ein.

Der ADAC schleppt ab.
Der ADAC schleppt ab.
Wunderschöne Landschaft.
Wunderschöne Landschaft.

Tag 9 – Tromso

Am frühen Morgen machen wir uns auf die Stadt zu erkunden. Wir hörten das Tromso das Paris des Nordens sei, dem können wir nur zustimmen. Wir besuchen zunächst Polaria, ein neues Museum über die Polarwelt. Hier gibt es viel über das Thema der Polarwelten zu sehen, unter anderem Meeresbewohner und Filme über die Welt des ewigen Eises. Nachdem Museum landen wir im nächsten Museum, dem Polarmuseum. Hier wird einem die Welt der Polarexpiditionen und der Polarforscher erklärt. Das Museum ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber ein Besuch ist es allemal Wert. Anschließend laufen wir über eine große schöne Brücke direkt zur Eismeerkathedrale, der nördlichsten Kathedrale der Welt. Nach einer kurzen Pause laufen wir zu einer Seilbahn die uns auf einen Berg bringt, von dem aus wir eine wunderschöne Sicht auf Tromso haben. Wir Essen Mittag im Restaurant der Seilbahn, hier probieren wir Rentierburger. Nur zu empfehlen! Wir fahren mit der Seilbahn wieder runter, laufen über die Brücke wieder in die Innenstadt und kaufen ein. Es ist Abend geworden. Wir besuchen das Denkmal von Roald Amundsen, einem Polarforscher der am Nord und Südpol gewesen ist. Zurück im Hotel kochen wir uns ein leckeres Abendbrot. Ein wunderschöner Tag in der schönsten Stadt Norwegens geht zu Ende, nur dunkel wird es nicht mehr.

Panorama von Tromso.
Panorama von Tromso.
Polaria Museum.
Polaria Museum.
Souveniershop.
Souveniershop.
Roald Amundsen.
Roald Amundsen.
Die Eismeerkathedrale.
Die Eismeerkathedrale.

Tag 10 – Tromso -> Alta

Wir stehen auf und checken aus dem Hotel aus. Ein Teil von uns wird immer in dieser wunderschönen Stadt bleiben. Es muss atemberaubend sein, hier im Winter vom Berg aus über Tromso, das im Schnee liegt, die Polarlichter tanzen zu sehen. Doch es nützt nichts, wir müssen weiter in Richtung Nordkap. Nach einer langen Autofahrt kommen wir in einem kleinen Ort Namens Alta an. Der Ort ist so klein, das wir gar nicht erst losgehen, und uns stattdessen die Gaumen im Hotel verwöhnen lassen. Es liegt direkt an einem See, die Aussicht ist wunderschön. Das Hotel ist Urig, die Zimmer sind voll mit Details wie Figuren, Teppichen und Gemälden. Am Abend lernen wir einen deutschen Alleinreisenden Abenteurer kennen, mit dem wir uns zugleich 5 Stunden über die Reise bis hier her unterhalten.

Mittagspause im Nirgendwo.
Mittagspause im Nirgendwo.
Das Hotelzimmer.
Das Hotelzimmer.

Tag 11 – Alta -> Honnigsvag

Heute wird es ernst. Wir fahren nach Honnigsvag, dem nördlichsten Punkt auf unserer Reise, an dem wir schlafen werden. Die Nadel vom Kompass zeigt weiterhin nach Norden. Die Fahrt nach Honnigsvag führt uns an wunderschönen Fjorden vorbei, die so groß sind, dass sie Gezeiten haben. Wir fahren durch einen langen Tunnel und landen auf der Nordkapinsel. Bald wird es ernst. Das Ziel ist fast erreicht. Das Thermometer zeigt nun nur noch 11 Grad an. Nach einem kurzen Spaziergang über die Campinganlage versuchen wir zu schlafen. Morgen erreichen wir nach 4000 Kilometern das Nordkap, dem nördlichsten Punkt unserer Reise.

Ein kleines Fischerboot.
Ein kleines Fischerboot.
Unberührte Natur.
Unberührte Natur.
Unser Camp kurz vor dem Nordkap.
Unser Camp kurz vor dem Nordkap.

Tag 12 – Honnigsvag

Es ist früh morgens. Das Thermometer zeigt 8 Grad Außentemparatur an. Das Wetter ist gut, keine Wolke ist am Himmel zu sehen. Aufgeregt machen wir uns fertig und springen ins Auto. Wir fahren über eine asphaltiere Straße bis wir ein Besucherzentrum an Horizont sehen. Das muss es sein. Das Nordkap! Am Nordkapparkplatz angekommen, wo man zugleich den Eintritt für das Kap, das Museum und den Parkplatz entrichtet, steigen wir aus. Ein eisiger Wind weht. Zunächst beschließen wir das Nordkapmuseum zu besuchen. Es ist modern und groß, größer als wir es uns vorgestellt haben. Im Museum gibt es über mehrere Etagen viel über das Nordkap zu erfahren. Es gibt verschiedene gute Restaurants und Souveniershops. Nun wird es ernst. Wir verlassen das Museum und laufen langsam zur großen Weltkugel, die am Ende des Festlandes von Europa steht. Ein atemberaubendes Gefühl ist es hier zu stehen. Wir schießen viele Fotos und filmen, schauen den anderen glücklichen Menschen dabei zu, wie Sie das Kap erreichen und genießen den Ausblick in Richtung Arktis. Das Wetter ist immer noch gut, kein Nebel, schöne klare Sicht. Nur der Wind ist eisig. Nach ein paar Stunden am Kap sitzen wir wieder im Auto. Nach 4000 Kilometern und 12 Tagen in Richtung Norden geht es nun wieder in Richtung Süden… Wir fahren zurück nach Honnigsvag und ruhen uns verdient aus. Die Kompassnadel schwenkt auf Süden, ein ungewohnter Anblick.

Das Nordkapgebäude.
Das Nordkapgebäude.
Die norwegischen Trolle.
Die norwegischen Trolle.
Blick in Richtung Nordpol.
Blick in Richtung Nordpol.
Endlich am Ziel!
Endlich am Ziel!
Das Nordkap.
Das Nordkap.

Tag 13 – Honnigsvag -> Ivalo

Heute fahren wir von Honnigsvag direkt nach Finnland, nach Ivalo. Die Fahrt dauert mit Pausen über 6 Stunden. Auf der Hälfte der Strecke treffen wir auf ein Restaurant, welches an einer ehemaligen Bärenhöhle errichtet wurde. Wir steigen aus und besichtigen die Höhle und die Umgebung. Nachdem wir am Abend in Ivalo ankommen, checken wir auf einem Campingplatz ein. Hier ist es ruhig und beschaulich, genauso haben wir uns Finnland auch vorgestellt. Das Wetter ist gut, sodass wir uns beschließen vor dem Abendbrot, welches wir uns in unserem Zimmer selbst zubereiten, noch ein wenig spazieren zu gehen.

Schöne Aussicht am See.
Schöne Aussicht am See.
Unsere Wohneinheit.
Unsere Wohneinheit.
Die Hütten im Camp.
Die Hütten im Camp.
Restaurant Bärenhöhle.
Restaurant Bärenhöhle.
Ein echter Bär. ;-)
Ein echter Bär. 😉

Tag 14 – Ivalo -> Rovaniemi

Am nächsten Morgen Fahren wir 4 Stunden lang durch die Landschaft Finnlands. Heute wird es weihnachtlich, wir checken im Santa Claus Holiday Village ein. Einer großen weihnachtlichen Anlage mit verschiedenen Attraktionen. Hier ist es das ganze Jahr über Weihnachten. Nachdem wir mit einer von Santas Gehilfin die Eincheckprozedur durchlaufen haben, beziehen wir eine große moderne Hütte, mit eigener Sauna und Weihnachtsbaum auf der Veranda. Die Hütten sind erst 2015 errichtet worden, weitere sind im Bau. Nachdem wir vor ein paar Tagen den Polarkreis nordwärts überquert haben, überqueren wir heute hier den Kreis wieder Südwärts. Wir beschließen früh schlafen zu gehen, denn morgen ist Weihnachten.

Ankunft im Weihnachtsdorf.
Ankunft im Weihnachtsdorf.
Unsere Weihnachtshütte.
Unsere Weihnachtshütte.
Unser Bett.
Unser Bett.

Tag 15 – Rovaniemi

Heute ist Weihnachten. Wir stehen auf und gehen im Weihnachtsrestaurant frühstücken. Es gibt ein großes interkontinentales Buffet. Wohl gestärkt laufen wir zum Polarkreis. Hier stehen 2 Elfen, die mit den Touristen auf dem Polarkreis umsonst Fotos machen. Da machen wir natürlich gleich mit. Danach wird es ernst! Wir besuchen das Gebäude, indem der Weihnachtsmann lebt. Wir treffen auf viele Elfen und sehen den Weihnachtsmann. In einem Raum sind Briefe von Kindern, die an den Weihnachtsmann gesendet wurden. Hier landen alle Briefe aus 198 verschiedenen Ländern. Im Schnitt bekommt der Weihnachtsmann bis zu 32.000 Briefe am Tag. Die Briefe werden alle beantwortet.  Nach der Weihnachtsausstellung, in der Weihnachten in verschiedenen Ländern gezeigt wird, gehen wir zu einer Huskeyfarm. Hier kann man die Huskys anschauen, im Sommer wird mit den Tieren leider nicht mehr angeboten. Die Tiere sind wunderschön und wild, ein tolles Erlebnis. Da wir gerade in Tierlaune sind besuchen wir ebenfalls noch die Rentierfarm. Hier laufen die Rentiere auf der Farm frei rum, sodass wir die Möglichkeit nutzen die Tiere zu streicheln und zu füttern. Am Nachmittag besuchen wir die zahlreichen Weihnachtsläden, hier gibt es alles zu kaufen, was es an Weihnachtsdeko so gibt. Am Abend essen wir im Weihnachtsrestaurant wieder Rentierburger. Anschließend ziehen wir uns in unsere Hütte ins Bett und benutzen die Sauna ausgiebig.

Ein Teil der Weihnachtsaustellung.
Ein Teil der Weihnachtsaustellung.
Wegweiser am Polarkreis.
Wegweiser am Polarkreis.
Die Elfen mit uns.
Die Elfen mit uns.
Merry Christmas!
Merry Christmas!
Die Briefe an den Weihnachtsmann.
Die Briefe an den Weihnachtsmann.
Eines der Geschäfte.
Eines der Geschäfte.
Patrick im Weihnachtsdorf.
Patrick im Weihnachtsdorf.
Rentierstreicheln.
Rentierstreicheln.

Tag 16 – Rovaniemie -> Viitasaari

Am Morgen fahren wir weiter nach Viitasaari, ein kleines Dorf in Finnland. Hier nächtigen wir an einem schönen See in einer Hütte. Die Toilette und die Küche sind ca. 200 Meter von der Hütte entfernt, gut dass es hier im Sommer nur kurz Dunkel wird. Am Abend essen wir vom Campingkocher Verschiedenes aus der Konserve und besuchen einen kleinen Kiosk auf dem Platz. Hier treffen wir einen Motorradfahrer, der mit seiner Maschine alle Länder Europas besucht hat. Nach einer mehrstündigen interessanten Unterhaltung über das Reisen landen wir im Bett. Morgen geht es weiter nach Helsinki.

Unser Abendessen.
Unser Abendessen.
Unsere Hütte.
Unsere Hütte.

Tag 17 – Viitasaari -> Helsinki

Die Fahrt nach Helfsinki besteht zu 98,7% aus Straßen, die durch den Wald führen. So langsam können wir keine Bäumer mehr sehen. Es stimmt. Finnland ist das Land der Bäume und Seen. In Helsinki angekommen beziehen wir zunächst erneut ein Hostel. Wir beschließen heute früh schlafen zu gehen, um Helsinki am nächsten Tag, vor der Fahrt mit dem Schiff, erkunden zu können.

Bäume Bäume Bäume...
Bäume Bäume Bäume…

Tag 18 – Helsinki -> Stockholm

Nach dem Frühstück durchstreichen wir die Innenstadt von Helsinki. Wir schauen uns den modernen sauberen Bahnhof an, der nur wenig mit deutschen Bahnhöfen gemeinsam hat. Er wirkt eher wie ein Einkaufszentrum, an dem Züge abfahren. Wir gehen weiter zum großen Dom von Helsinki, der beeindruckend über die Stadt ragt. Der Dom ist von außen beeindruckender als von innen, der Eintritt ist frei. Wir stärken uns im Hard Rock Café der Stadt. Anschließend laufen wir zum Hafen und machen eine große Hafenrundfahrt. Der Hafen von Helsinki ist beeindruckend. Das Riesenrad von Helsinki schauen wir uns nur von weitem an, da sich eine Fahrt wahrscheinlich nur lohnt, wenn man die Hafenrundfahrt nicht macht. Am Hafen wieder angekommen laufen wir zurück zum Hostel, checken aus und fahren zum Schiffsanleger. Nach 2 Stunden Wartezeit kommen wir schließlich auf der großen Fähre an und beziehen unsere Kajüte. Wir haben eine 2er Kajüte mit Blick nach draußen gebucht, um die Fahrt voll und ganz genießen zu können. Das Schiff hat 8 Decks. Verschiedene Restaurants, Clubs zum Tanzen, Geschäfte, Spielecken und ein Kino. Es herrscht reges Treiben auf dem Schiff. Am Abend essen wir vom Buffet und landen zufrieden bei ruhigem Seegang in unserer Kajüte, wo wir im Fernsehen die Fahrt des Schiffes verfolgen können.

Dom in Helsinki.
Dom in Helsinki.
Das Riesenrad.
Das Riesenrad.
Kirche in Helsinki.
Kirche in Helsinki.
Unser Schiff.
Unser Schiff.
Auslaufen aus Helsinki.
Auslaufen aus Helsinki.
Schiffsdisco.
Schiffsdisco.
Lobby im Schiff.
Lobby im Schiff.
Buffet.
Buffet.
Gang auf dem Schiff.
Gang auf dem Schiff.

Tag 19 – Stockholm -> Skarholmen

Am Frühen Morgen verlassen wir unsere Kajüte und auch das Schiff. Die Schifffahrt war ein einmaliges Erlebnis, und eine Abwechslung nach einer so langen Autofahrt. Wir sind nach 17 Stunden wohlbehalten in Stockholm angekommen. In Stockholm entdecken wir zunächst ein Spielwarengeschäft, welches zugleich besucht wird. Wir laufen durch die schöne Innenstadt, vorbei an eindrucksvollen Bauten, dem Königspalast und unzähligen Souveniershops. Am Nachmittag besuchen wir den größten Ikea der Welt, welcher über 80 Kassen und 4 Stockwerke hat. Hier schlägt das Herz eines jedem Raumausstatters höher. Überhaupt hatten wir auf der gesamten bisherigen Reise das Gefühl, das jedes Zimmer indem wir geschlafen haben immer mindestens ein Möbelstück von Ikea hatte. Anschließend fängt es an zu Gewittern, sodass wir im Hotel einchecken, ein wenig schwedisches Fernsehen schauen und schlafen gehen.

Ein Elch am Straßenrand.
Ein Elch am Straßenrand.
Der Ikeabus.
Der Ikeabus.
Die unendlichen Kassen...
Die unendlichen Kassen…
Unser heutiges Hotel.
Unser heutiges Hotel.
Shoppen in Stockholm.
Shoppen in Stockholm.
Kunst in Stockholm.
Kunst in Stockholm.

Tag 20 – Skarholmen -> Skäfshult

Nach einer morgendlichen, routinemäßigen, mehrstündigen Autofahrt landen wir in Katthult. In diesem kleinen Ort wurden die Filme von Michel aus Lönneberga gedreht. Der Hof, auf der die Familie im Film lebt, ist heute immer noch nahezu vollständig erhalten. Die Filme wurden Anfang der 70er Jahre gedreht, man kann die Gebäude teilweise besichtigen. Es wird einiges rund um die Filme zu lesen geboten und es gibt einen Souveniershop. Anschließend fahren wir weiter ins Nils Holgerson Dorf, wo wir zunächst eine Hütte beziehen. Am Nachmittag vertreiben wir uns in dem kleinen Freizeitpark die Zeit. Wir fahren mit dem Tretboot und schauen uns eine kleine Miniaturstadt an, in der die Geschichte von Nils Holgerson nacherzählt wird. Der Park ist eher auf Kleinkinder ausgerichtet. Abends essen wir gemütlich in unserer Hütte zu Abend.

Das Haus von Michel´s Familie.
Das Haus von Michel´s Familie.
Michel´s Schnitzereien.
Michel´s Schnitzereien.
Eingang.
Eingang.
Minitaturpark.
Minitaturpark.

Tag 21 – Skäfshult -> Nyborg

Nach der täglichen Autofahrt kommen wir in Kopenhagen an. Die Stadt Kopenhagen ist größer und moderner, als wir es uns vorgestellt haben. Wir parken in der Innenstadt und besuchen zunächst Ripley´s Believe it or Not. Das ist ein spannendes und lustiges Kuriositätenkabinett. Hier kann allerlei Kurioses aus aller Welt bestaunt werden. Unter anderem das Taj Mahal, das vollständig aus Streichhölzern besteht, oder einem Gemälde aus Toastbrot. Am Mittag wollen wir wieder im Hard Rock Café essen, welches aber leider voll ist. Deswegen beschließen wir unsere Mägen bei TGI Fridays zu verwöhnen. Nachdem wir die Innenstadt nicht weiter erkunden, da wir von der Reise völlig erschöpft sind, fahren wir weiter nach Nyborg auf einen wunderschönen Hof. Hier beziehen wir ein Zimmer und die Dame des Hauses gibt sich alle Mühe es uns so angenehm wie nur möglich zu machen. Die Zimmer auf dem Hof sind sauber und klasse eingerichtet. So gut haben wir in den letzten 21 Tagen noch nicht geschlafen. Es war die beste Übernachtung auf der ganzen Reise.

Hard Rock Café
Hard Rock Café
Taj Mahal aus Streichhölzern.
Taj Mahal aus Streichhölzern.
Gemälde aus Toastbrot.
Gemälde aus Toastbrot.
2 köpfige Kuh.
2 köpfige Kuh.
Der wunderschöne Hof.
Der wunderschöne Hof.
Das Zimmer der letzten Nacht.
Das Zimmer der letzten Nacht.

 

Tag 22 – Nyborg -> Osnabrück

Heute geht es früh raus. Wir fahren von Nyborg bis in die Nähe von Flensburg, wo es den Scandipark gibt. Im Park können allerlei Sachen aus Skandinavien gekauft werden und wir decken uns mit verschiedenen Mitbringsel ein. Anschließend fahren wir weiter über Hamburg gemütlich zurück nach Osnabrück. Nach über 22 Tagen und 7200 Kilometern durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland sind wir wieder Zuhause. Eine atemberaubende Reise geht zu ende. Wir laden das Auto aus, leeren den Briefkasten, Essen zu Abend und schlafen erschöpft ein. In den nächsten Tagen kommt es uns komisch vor, immer wieder an ein und demselben Ort zu übernachten.

Der Scandipark.
Der Scandipark.
Bald Zuhause...
Bald Zuhause…

9 Gedanken zu „Mit dem Auto zum Nordkap

  1. Hallo Laura und Patrick,

    Respekt, was für eine Route! Da habt ihr wirklich einige Kilometer zusammenbekommen. Und einmal Finnland vom äußersten Norden bis in den Süden 🙂 Ich kann es aber nur empfehlen, da auch nochmal mit etwas mehr Zeit hinzufahren und beispielsweise eine Blockhütte am See zu mieten.

    Viele Grüße,
    René
    http://www.finntouch.de

  2. Hach….*seufz*….da werden Erinnerungen wach. ? Wir haben die Tour vor fünf Jahren an Schwedens Ostküste hoch, bei Kemi über die Grenze nach Finnland, am Inarisee vorbei, über Rovaniemi hoch zum Nordkap gemacht. Der Rückweg ging über Hammerfest, die Vesterålen und Lofoten, ein Stück durch Norwegen runter und bei Mo I Rana wieder rüber nach Schweden und zurück durch’s Inland. Katthult haben wir ebenfalls gesehen, ausserdem Bullerbü. Und da wir im September unterwegs waren, tanzten auch noch eine Nacht lang Polarlichter über uns. Insgesamt fehlten uns am Ende 30 km um die 8000 voll zu machen. Es war eine sehr stressige aber auch wundervolle Zeit. Und irgendwann werden wir diese Reise wiederholen.

    Herzliche Grüße von
    Kerstin

    1. Hallo Kerstin, eure Strecke klingt sehr interessant! Die Polarlichter haben wir leider verpasst, wir hoffen das wir die Lichter beim nächsten Ausflug sehen werden. Vielen Dank für dein Kommentar. Herzliche grüße aus Osnabrück, Patrick

  3. Eine tolle Tour! Wir lieben es uns einfach mit dem Auto treiben zu lassen und so viel zu erkunden. So eine Tour über Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland ist aber echt eine gute Idee. Das werde ich mir mal merken.

    VG, Nina

  4. Hi ihr Zwei!
    Schade das ihr Alta nur als Stop Over hattet…. Die Nordlichter Kathedrale ist der absolute Hammer! Eure Tour da hoch ist klasse, haben wir uns auch noch fest vorgenommen. Bislang waren wir ja nur 2Wochen zwischen Kautokeino – Alta – Nordkapp unterwegs.
    Freuen uns schon auf weitere Roadtrip Beriche!
    Grüße aus Neuseeland & Franken!
    Cris & Pia

    1. Hi Pia, Hi Chris!
      Alta ist schon schön gewesen, das nächste mal nehmen wir uns auf jeden Fall noch mehr Zeit für die Reise. 🙂 Vielen Dank für eure tolle Rückmeldung! Euch allseits gute Reise! Gruß Laura und Patrick, zurzeit in Deutschland.

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